EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Der Fußtritt des Geliebten

Ha! hör' ich recht? sind dies die leisen Tritte
Des Einzigen, dem dieses Herz sich weiht? -
Er kömmt! beflügelt sind die sanften Schritte
Von Sehnsucht du von Zärtlichkeit.

Er kömmt! ich fühl's an diesen starken Schlägen
Des armen Herzens, dem er alles ist.
Es klopft entzückt dem Augenblick entgegen,
Wo er die heisse Thräne küsst;

Die Thräne, die sich von der Wange schleichet,
Und halb beschämt auf einen Busen stiehlt,
Der, ach! von seinem holden Blick erweichet,
Nicht mehr sich unempfindlich fühlt.

Nein, mein Gefühl wird mit dem Daseyn enden;
Ich bin von neuer Lebensglut beseelt;
Und dankbar nehm' ich aus der Liebe Händen
Den Liebling, den sie mir gewählt.

Letzte Änderung der Seite: 27. 03. 2017 - 22:03