EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Jugend und Alter

[1835]

Und in meiner Jugend schalt ich :
Wohin fliegst du, kühner Muth?
Wohin flammst du so gewaltig,
Du unstillbar wilde Gluth?
Himmelstürmende Gedanken,
Allertiefste Seelenpein,
Zwischen Erd' und Himmel schwanken,
Unruh, willst du ewig seyn?

Sehnsucht aus der Nacht zur Helle,
Aus der Helle hin zur Nacht,
Nenn ich's Himmel, nenn' ich's Hölle,
Was mich so unselig macht?
Wie ein Jagdhund auf der Fährte,
Der verschiednes Wildpret jagt,
Such ich auf der weiten Erde
Ein Verlornes, das mich plagt.

O du Engel, der die Pfade
Zu dem Paradies bewacht,
Aus dem Aufenthalt der Gnade
Adam auf den Schub gebracht, -
Künde, löse dem verlornen
Halbling zwischen Thier und Geist,
Dem für's Distelfeld Gebornen
Doch dieß Räthsel, wenn du's weißt!

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