EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Auf den Tod des Prinzen Louis Ferdinand

Klaget Preussen, ach er ist gefallen.
Der geliebte Menschenfreund als Held,
Ach zu früh ist er entrissen allen,
Die die Vorsicht neben ihm gestellt,
Kämpfend für das Vaterland gesunken,
Starb er in der Jahre Blüte hin,
Ach, das Schlachtfeld hat sein Blut getrunken
Und das Vaterland weint jetzt um ihn.

Zeigt er nicht selbst in dem Schlachtgewühle,
Dass er nie verschloss sein edles Herz,
Fühlt er nicht des Menschenfreundgefühle,
Schon als Jüngling bei des Kriegesschmerz.
Und der gute ist uns nun entrissen,
Durch des Schicksals allgewaltige Hand.
O! so bald musst er sein Blut vergiessen
Und erblassen für das Vaterland.

Doch zu bessern Sphären aufgestiegen
Ist sein Geist jetzt bei der Heldenschar,
Die in Friedrichs sieggewohnten Kriegen,
Stets der Stolz des Vaterlandes war.
so wie Ludwig jetzt sein Blut vergossen,
Sank auch Winterfeld, Schwerin und Keith,
Erst an diese Helden angeschlossen,
Ist der Gute nun nach schweren Streit.

Ruhe sanft, du hast das Ziel erreichet
Das der Allmacht Hand dir aufgestellt,
Deine irdische Hülle hier erbleichet,
Lebt dein Geist in einer bessern Welt,
Das Bewusstsein, treuerfüllter Pflichten,
Folgte dir mit vor der Allmacht Thron,
Und der Gott der deine Tat wird richten,
Reicht dir dort die schönste Lorbeer-Kron.

Unverlöschlich bleibt dein Bild uns teuer,
Tief in unserm Herzen eingedrückt,
Hat es Lieb und Ehrfucht und mit Feuer
Wirkt es auf den Krieger, der hin blickt,
Nach der Stätte wo dein Blut geflossen,
Wo von Feinden du nicht Gnad´erfleht,
Ernster wird sein Mut dann unentschlossen,
Kämpft er für das Vaterland und steht.

Letzte Änderung der Seite: 27. 03. 2017 - 22:03