EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Christian Leberecht Vogel

* 04.04.1759 in Dresden
† 11.04.1816 in Dresden

Christian Leberecht Vogel (1759-1816) war Maler und Kupferstecher in Dresden. Ab 1804 war er an der Dresdener Akademie als Professor tätig. In jener Zeit machte er sich auch als Kunsttheoretiker einen Namen.
Christian Leberecht Vogel (1759-1816)

Der spätere Maler Christian Leberecht Vogel wurde am 04.04.1759 in der sächsischen Residenzstadt Dresden geboren. Sein Vater war königlich sächsischer Hofsattler. Der Junge fiel schon früh durch seine künstlerische Begabung auf und so fiel er schon im Alter von neun Jahren dem Maler Johann Eleazar Zeissig (1737-1809) genannt Schenau auf. Schenau unterrichtete das »Wunderkind« an der Dresdener Kunstakademie.

Im Jahre 1780 beendete er seine Ausbildung an der Akademie und bekam durch seine Beziehungen, er gehörte den Freimaurern an, eine Anstellung in Wildenfels. In Wildenfels fand er als Hofmaler und Erzieher der Kinder des Grafen Friedrich Magnus I. zu Solms-Wildenfels eine Anstellung. Als Hofmaler portraitierte er die Familie des Grafen und gestaltete zwei große Säle mit Deckengemälden. Er gestaltete auch mehrere Räume mit Supraporten. Er versuchte sich auch als Architekt, so wurde nach seinen Entwürfen ein Jagdhaus gebaut und gestaltet. In jenen Jahren fertigte er zahlreiche Buchillustrationen in freimaurerischen Stil an.

Seine Arbeit widmete er nicht nur dem Hause Solms-Wildenstein sondern fertigte auch für die Grafen von Schönburg und von Einsiedel Portraits an. Sein Spezialgebiet waren Kinderbildnisse. Seine Darstellungen galten als gefühlvoll und geistreich. In seinen Portraitwerk wird insbesondere sein humanistisches Weltbild widergespiegelt, das durch die Empfindsamkeit geprägt wurde.

1785 heiratete er die gräfliche Kammerzofe Wilhelmine Lüdecke. Dieser Ehe entstammte sein erster Sohn Carl Christian Vogel, der 1831 Professor der Akademie und Hofmaler nobiliert wurde.

Im Jahre 1804 ging Vogel von Wildenfels in seine Vaterstadt Dresden zurück, wo er als Professor eine Lehrtätigkeit an der Akademie aufnahm. Im Jahre 1814 wurde ihm auch eine ordentliche Professur übertragen, die er bis zu seinem Tode im Jahre 1816 ausübte.

Er veröffentlichte im Jahre 1812 noch zwei kunsttheoretische Schriften unter den Titel »Ideen über die Schönheitslehre in Hinsicht auf sichtbare Gegenstände überhaupt und auf bildende Kunst insbesondere« und »Reflexionen über die Form und örtlichen Verhältnisse der Helligkeit und Dunkelheit der umgebenden Materie der Kometen«.

Im Jahre 1811 wurden nach Plänen des Architekten Christian Friedrich Schurich in der Nähe des heutigen Hotels Bellevue ein Gartenhaus, das unter dem Namen Vogelsches Gartenhaus berühmt wurde, für ihn errichtet.

Professor Vogel starb am 11.04.1814 in seiner Vaterstadt Dresden. Er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Trinitatiusfriedhof.

Schriften:

  • Ideen über die Schönheitslehre in Hinsicht auf sichtbare Gegenstände überhaupt und auf bildende Kunst insbesondere
  • Reflexionen über die Form und örtlichen Verhältnisse der Helligkeit und Dunkelheit der umgebenden Materie der Kometen

Bildnisse:

  • Porträt von Prinz Heinrich XXII. und Prinzessin Adelheid von Reuß-Ebersdorf als Kinder
  • Selbstbildnis
  • Kinderbild
  • Kinderbildnis
  • Knabe mit Käfig und Vogel
  • Portrait der Fürstin Luise Henriette von Reuß-Ebersdorf, 1791
  • Die Söhne des Künstlers, 1792/93
  • Der Sohn des Künstlers, 1793 Professor an der Bergakademie Freiberg, 1800
  • Bildnis eines Kindes vor einem Bilderbuch, um 1810
  • Bildnis des Abraham G. Werner

Letzte Änderung der Seite: 17. 09. 2017 - 13:09