EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Johann Gottfried Vierling

* 25.01.1750 in Metzels bei Schmalkalden
† 22.11.1813 in Schmalkalden

Johann Gottfried Vierling (1750-1813) war ein Komponist und Organist. Er fühlte sich dem Werke Bachs verbunden.
Johann Gottfried Vierling (1750-1813)

Geboren wurde Johann Gottfried Vierling am 25.01.1750 in Metzels in der Nähe von Schmalkalden.

Im Alter von 13 Jahren besuchte er das Lyzeum in Schmalkalden, wo er von Johann Nikolaus Tischler (1719-1773), einem Schüler Johann Sebastian Bachs, unterrichtet wurde. Nach zwei Jahren war er bereits in der Lage seinen Lehrer, der als Organist an der Stadtkirche von Schmalkalden angestellt war, zu vertreten. Im Jahre 1768 übertrug man ihm dann die Aufgaben des Organisten an der Stadtkirche vollkommen, sein Lehrer und Vorgänger litt an Schwachsinnigkeit.

Im Jahre 1771 machte sich Vierling auf den Weg nach Hamburg um dort auch von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) unterrichtet zu werden. Doch da er diesen nicht antraf reiste er in die preußische Hauptstadt Berlin. Dort wurde er wahrscheinlich von Johann Philipp Kirnberger (1721-1783) unterrichtet. Der Aufenthalt in Berlin dauerte etwa 1 Jahr. Von da aus kehrte er nach Schmalkalden zurück. Alle Angebote eine Stelle außerhalb seiner Vaterstadt anzunehmen schlug der angesehene Komponist jedoch aus. Zwischenzeitlich unternahm er Konzertreisen nach Frankfurt/Main, Mainz Göttingen und anderen Städten.

Musikalisch orientierte sich Vierling an Carl Philipp Emanuel Bach. So schuf er mehrere Sammlungen leichter Orgelstücke und ein im Jahre 1790 erschienenes vierstimmiges Orgelchoralbuch. Seiner Feder entsprang auch ein Quartett sowie zwei Sonaten. Auch sind von ihm noch als Handschrift zwei Jahre Kirchenkantaten erhalten. Schnell gehörte er zu den führenden Organisten seiner Zeit. Vierling veröffentlichte auch eine Improvisationsschule und eine Generalbassschule.

Zu seinen Schülern gehörte auch der in Schweden berühmte Musiker Johann Christian Friedrich Haeffner.

Johann Gottfried Vierling starb am 22.12.1813 in Schmalkalden.

Werke:

  • Achtundvierzig kurze und leichte Orgelstücke
  • 48 leichte Choralvorspiele
  • Sonata in C-major for cembalo / organ
  • Prelude in c-minor for organ
  • About 160 cantatas
  • Empfindung und Empfindelei oder Die Verwechslung der Geliebten (opera)
  • Choralbuch auf vier Stimmen zum Gebrauch bey dem öffentlichen- und Privat-Gottesdienst : nebst e. Vorrede u. kurzen Vorbericht mit e. Haupt- u. Melodien-Register / hrsg. von Johann Gottfried Vierling, 1789
  • Versuch einer Anleitung zum Präludiren für Ungeübtere, Leipzig, 1794
  • Allgemein fasslicher Unterricht im Generalbass mit Rücksicht auf dem jetzt herrschenden Geschmack in der Composition durch treffende Beispiele erläutert, 1805

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