EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Christian Friedrich Curth von Lüttichau

* 23.04.1733 in Ulbersdorf
† 30.06.1808 in Ulbersdorf

Geboren wurde Christian Friedrich Curth von Lüttichau auf dem väterlichen Gut Ulbersdorf. Der Sohn entstammte der ersten Ehe von Wolff Siegfried Curt von Lüttichau mit Johanna Caroline von Bärenstein. Aus dieser Ehe stammten insgesamt 8 Kinder, von denen jedoch nur 3 das Kindesalter überlebten. Aus der zweiten Ehe seines Vaters mit Sophie Sybille von Liebenau starben ebenfalls in sehr jungen Jahren.

Am 27.05.1752 wurde von Lüttichau an der Universität zu Leipzig immatrikuliert. Am 01.11.1756 trat er eine Stelle als Amtshauptmann von Hohenstein und Lohmen an.

Im Jahre 1773 erbte er sämtliche Erb- und Allodialgüter Ober- und Niederulbersdorf sowie Krumhermersdorf Prossen mit Altendorf, Waltersdorf, Porschdorf und Wendischfähre sowie den Zugehörungen vererbt. Am 03.05.1780 wurde er mit den von seinem Vater vermachten Gütern belehnt.

Erb-, Lehn- und Gerichtsherr auf Tauscha wurde er bereits im Jahre 1758, nachdem sein Vater der Landkammerrat Wolff Siegfried Curt von Lüttichau, der es erst im Jahre 1750 erworben hatte, es dem Sohn für 22.000 Taler veräußerte. Wie bereits der Vater nutzte der Sohn das Gut nur selten und setzte Pächter ein. So war in der Zessionsurkunde zu lesen:

[…] in Lehn und Würden habendes auch Alt Camtzley’ Schriftsässiges […] Allodial- und Erb Ritter Guth Tauscha samt Pertimentien […] Verwalterey, Schäferei, Brau-Hause, wie es in den Back-Hause befindlich […] auch die Uhr auf dem Herren Hause […] der Brau-Pfanne […] Jure Patronatus über Kirche und Schule, welches wechselweise mit dem Hause Sacke exerzieret wird, Ober- und Nieder-Gerichten, Fasanerien, […] den dazu gehörigen Untertanen im Dorfe Tauscha […] auch andern Fröhnern zu DIttmannsdorf, Sacka und Stölpgen […]«

Im Jahre 1786 verkaufte von Lüttichau seine Rechte an Tauscha an Carl Friedrich von Rochow und fünf Jahre später veräußerte er auch das Gut Krumhermersdorf an Johann Ernst Schade, der es jedoch 1796 an Hans Adolf von Oppel gewinnbringend verkaufte.

Er war mit Amalie Henriette Charlotte von Oppel (1763-1842) seit dem 07.04.1782 verheiratet. Die Trauung fand zu Kunnersdorf bei Königsstein statt. Sie war die Tochter von Hans Christian von Oppel und Margarethe Henriette Dorothea, geborene von Zetzschwitz.

Aus dieser Ehe stammten vier Kinder darunter auch Hans Friedrich Curt von Lüttichau, der die Linie Lüttichau-Bärenstein gründete.

Christian Friedrich Curth von Lüttichau verstarb am 30.06.1808 auf seinem Familiensitz Ulbersdorf und fand dort auch wenige Tage später seine letzte Ruhestätte.

Letzte Änderung der Seite: 22. 09. 2017 - 09:09