Friederike Adelung

* 02.11.1783 in Stettin
† 00.00.1817 in Stettin

Friederike Adelung erblickte am 02.11.1783 als jüngste Tochter des preußischen Justizrates Adelung in Stettin das Licht der Welt. Die Eltern bemühten sich, dem Mädchen eine für die damaligen Verhältnisse gute Ausbildung zu ermöglichen.

So entwickelte sich Adelung schon als Kind zu einer sehr guten Briefautorin. Schon in Kinderjahren befreundete sie sich mit Luise von Rohr, die unter dem Pseudonym Aminia bekannt wurde. So verfasste die Freundin Luise von Rohr im Jahre 1804 auf dem gemeinsamen Briefwechsel basierend den Roman »Nanny und Adelinde. Oder die Macht der Sympathie«. Dieses Werk wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen.

Im Oktober 1805 verließ Adelung, fast zeitgleich mit ihrer Freundin Luise von Haugwitz, die Heimat. Sie ging nach Dresden, wo sie sich auf Bitten ihres Onkels Johann Christoph Adelung um dessen Pflege kümmerte. Doch starb der Onkel, der als Oberhofbibliothekar tätig war, schon wenige Monate nach Ankunft von Friederike.

Sie blieb nach dem Tode des Onkels in Dresden bei ihrer verheirateten Schwester und beendete, im Jahre 1810 ihren Roman »Emma. Oder Liebe und Täuschung«, der unter dem Pseudonym Klara erschien. Die Kritik schied sich an der Publikation. So beschied die »Allgemeine Literaturzeitung« dass:

Klara bey jeder anderen Beschäftigung für sich selbst und ihre ländlichen Freundinnen besser gesorgt hätte.

Sie kehrte kurz vor dem Tode ihrer Eltern nach Stettin zurück. Sie ging für kurze Zeit nach Dresden zurück, ehe sie sich im Jahre 1817 als Erzieherin in Posen ansiedelte. Ein weiterer Roman aus ihrer Feder blieb jedoch unvollendet. Noch im selben Jahr starb sie.

Werke:

  • Nanny und Adelinde, oder die Macht der Sympathie, (mit Luise von Haugwitz), Breslau 1802
  • Emma, oder Liebe und Täuschung. Von Klara, 1810

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