Peter Adolf Winkopp
* 00.00.1759 Kursachsen,
† 26.10. 1813 Aschaffenburg
Nach dem Studium der Theologie u. Philosophie in Erfurt trat W. 1778 in den Benediktinerorden ein, floh aber bereits 1781 wieder aus dem Kloster. In den folgenden Jahren verfasste er eine Reihe von Romanen, die sich in erster Linie. gegen kirchlichen und staatlichen Machtmissbrauch richteten. Zu diesen Schriften gehörte zum Beispiel das 1782 erschienene Werk ». «, das autobiographische Züge aufwies. Er begründete die aufklärerische Zeitschrift »Bibliothek für Denker und Männer von Geschmack« und gab 1785/86 in Zürich die sozialkritische Zeitschrift »Der deutsche Zuschauer« heraus, von der insgesamt 9 Bände zwischen 1785 und 1789 erschienen.
Wegen eines kritischen Artikels von Johann von Benzel, den er anonym veröffentlichte, wurde er am 06.03.1786 von der Mainzer Regierung aus Freiburg verschleppt und für sechs Monate gefangen gesetzt.
Nach seiner Haftentlassung blieb er, nunmehr Verfechter der absolutistischen Ordnung, in Mainz, wurde 1791 Hofbeamter und verfasste als eifriger Gegner der Revolution denunziatorische »Demokratenlisten« und konterrevolutionäre Schriften, wie zum Beispiel »«.
Seit 1801 lebte W. als freier Schriftsteller u. Herausgeber verschiedener Zeitschriften wieder in Aschaffenburg. Von 1806 bis zu seinem Tode brachte er die Zeitschrift »Rheinischer Bund« heraus, die sich mit der politischen, geographischen und sozialen Entwicklung des napoleonischen Rheinbundes auseinandersetzte.
Er verstarb am 26.10.1813 Aschaffenburg.
Werksübersicht
- Leben, Schicksale und Verfolgungen des Priors Hartungus., Leipzig 1782
- Die Päbstin Johanna. Leipzig 1782.
- Bibliothek für Denker und Männer von Geschmack, Gera 1784-1791
- Faustin, oder das philosophische Jahrhundert, o. O. 1784
- Der deutsche Zuschauer, Zürich 1785-1789
- Über die Verfassung von Mainz. Frankfurt/Main. 1793
- Gesch. der französischen Revolution und Eroberungen am Rheinstrome, Frankfurt/Main 1794
- Der Rheinische Bund. 20 Bde., 1806-1812 inklusive Registerband
