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Johann Peter Uz

* 03.10.1720 in Ansbach
† 12.05.1796 in Ansbach

Der Übersetzer und Lyriker Johann Peter Uz (1720-1796).
Johann Peter Uz (1720-1796)

Johann Peter Zu wurde am 03.10.1720 in Ansbach als Sohn eines Goldschmiedes geboren. Er besuchte das Gymnasium und von 1739 bis 1743 studierte er Jura, Philosophie und Geschichte an der Universität zu Halle. In dieser Zeit begründete Uz seine Freundschaft mit Johann Wilhelm Gliem sowie Johann Wilhelm Götz. Noch während seines Studiums begann er mit der Übersetzung des Anakreon. Im Jahre 1743 ging er noch für ein Semester an die Universität zu Leipzig.

Nach dem Studium kehrte er in seine Vaterstadt zurück und fand eine Anstellung beim Justizkollegium. Uz blieb von dem Augenblick an in seiner Vaterstadt. Nur gelegentliche Dienstreisen zwangen ihm die fränkische Residenzstadt zu verlassen. Im Jahre 1748 wurde er zum Sekretär beim Justizkollegium bestellt und im Jahre 1763 erfolgte seine Ernennung zum Assessor des kaiserlichen Landgerichts in Nürnberg. Im Jahre 1790 wurde er Direktor und im Jahre 1796 erfolgte seine Ernennung zum wirklichen geheimen Justizrat. Die Ernennung zum Justizrat erreichte Uz nur wenige Stunden vor seinem Tode.

Uz galt neben Gliem als einer der bedeutensten deutschen Anakreoniker. So übersetzte er die Gedichte von Anakreon und Horaz, letztere gemeinsam mit Götz, und übte sich so für seinen eigenen Stil. So zeichneten sich seine Übersetzungen durch eine größere Beweglichkeit der Form und melodischen Wohlklang aus. Seine ersten eigenen Gedichte waren noch sehr anakreonisch beeinflusst ehe er sich der ernste Odenform zuwandte. Ihm gelang es das anakreonische Lied mit einer geistlichen Ode zu verbinden in der er zu Lebensfreude und göttlicher Verehrung aufrief. Die Ode »Theodizee«, in welcher er den Grundgedanken des gleichnamigen Leibnitz-Stückes paraphrasiert, gilt heute noch als ein Meisterwerk deutscher philosophischer Lyrik.

Uz war der Lieblingsdichter des jungen Friedrich Schiller.

Werksübersicht

  • Die Oden Anakreons (zus. mit Johann Nikolaus Götz), 1746
  • Lyrische Gedichte, 1749
  • Der Sieg des Liebesgottes, 1753
  • Lyrische und andere Gedichte, 1755
  • Versuch über die Kunst, stets fröhlich zu sein, 1760
  • Poetische Werke, 1768
  • Sämmtliche Poetische Werke, 1772