Maximilian Marie Isidore de Robespierre
* 06.05.1758 in Arras
† 28.07.1794 in Paris

- Maximiian de Robespierre
Geboren wurde Maximilien Robespierre am 06.05.1758 als erstes von vier Kindern eines Notars. Seine erste Schulausbildung erhielt er durch die Oratorianer in Arras. Später vermittelten sie ihm auch ein Stipendium an dem berühmten "Collège Louis le Grand" in Paris, in dem er nach 12 Jahren seine juristischen Examen besteht.
Nach seinem erfolgreichen Abschluss arbeitete Robespierre als Strafverteidiger in Arras. Parallel verfasste er Abhandlungen über politisch-theologische Themen und widmete sich der Dichtkunst.
Im Januar 1789 wurde er als Vertreter des Dritten Standes der Generalständen an und der sich daraus bildenden Nationalversammlung. Er kämpfte für demokratische Reformen in Frankreich. Durch seine bis ins letzte ausgefeilten Reden fiel er auch den Mitgliedern des Jakobinerclubs auf, 1790 wurde er zu dessen Vorsitzenden gewählt und schon ein Jahr später besaß Robespierre bei der Pariser Bevölkerung den Ruf des Unbestechlichen, so wurde er auch gleichzeitig zu einer moralischen Instanz. Dies wurde u.a. durch seinen bescheidenen Lebensstil begründet.
Sein Politikverständnis ist von einer unteilbaren Demokratie überzeugt, die ihre Fundamente im allgemeinen und direkten Wahlrecht, einem Recht auf Arbeit und persönliche Freiheiten findet. Für ihn hat sich auch das Individuum unter die Interessen der Republik zu stellen.
In den Septembermassakern richteten die Jakobiner ein Blutbad unter den Anhängern des Königtums und deren die sie dafür hielten an. Über 1.000 Menschen fielen diesem Massaker zum Opfer. Gleichzeitig wurde der König gefangen genommen und Robespierre forderte im Nationalkonvent den Tod Ludwig XVI. Am 20.01,1793 beschlosst die Nationalversammlung mit einer knappen Mehrheit den Tod des Bürger Capet.
Als Mitglied des Wohlfahrtsausschusses ist er auch maßgeblich an der Organisation des Kampfes gegen in- und ausländische Feinde der Revolution beteiligt. So organisiert er nicht nur den Krieg sondern auch den Kampf gegen die aufständische Bevölkerung in der Vendee oder die Girondisten.
Für ihn stand die Tugend an oberster Stelle, doch wusste er auch das er diese nur durch die Herrschaft des Terrors verwirklichen könne. Aus seiner Sicht waren seine Gegner der Moderatismus und Ultrarevolutionäre. Der Sache der Revolution hatten sich - so seine Ansicht - die Einzelnen zu unterwerfen. Zunächst lies er im April 1794 Hérbert verhaften - der zusammen mit der Condeliers - zum Aufstand aufrief und die Septemberbewegung von 1792 dachte. Wenige Tage später folgte ihm Danton.
Robespierre lies vier republikanische Feiertage einführen und verordnete im Mai 1794 ein Dekret über das Höchste Wesen. Mit dem Höchsten Wesen und der Unsterblichkeit der Seele versuchte er der staatsbürgerlichen Tugend eine Grundlage zu verschaffen. Dies führte nicht zur Einschränkung des Terrors oder der Montagnards.
Der Sturz Robespierres wird durch seine Weigerung eingeleitet, die Herrschaft des Terrors aufzugeben. Für ihm gehört der Kampf gegen innere und äußere Feinde untrennbar zusammen. Am 10.06.1794 spitzt sich die Situation zu. Nun soll die Immunität der Abgeordneten und die letzten Verteidigungsmittel der Beschuldigten abgeschafft werden sollten. Am 26.07.1794 fordert er eine weitere Reinigung von Konvent und Wohlfahrtsausschuss. Am 27.07. werden Robespierre und seine Anhänger ohne Gerichtsverhandlung durch die Montagnards verhaftet und am folgenden Tage guillotiniert. Dabei ist bis zum heutigen Tag noch unklar, ob Robespierre versuchte sich bei seiner Verhaftung selbst zu richten, oder ob es sich um einen Umfall handelte.
Robespierres Andenken ist auch heute noch in der Literatur gesichert. So schrieb zum Beispiel Georg Büchner 1835 "Dantons Tod".
