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Friedrich von Massenbach

* 03.05.1753 in Bladiou / Schlesien
03.06.1819 in Johrengen bei Bartenstein

Friedrich Ehrhard Fabian von Massenbach wurde bereits in jungen Jahren Soldat. Im Jahre 1783 wurde er Seconde-Leutnant im Regiment Posadowski-Dragoner Nr. 6. Im Jahre 1801 erhielt er das Kommando über das neu zu gründende Dragoner-Regiment Nr. 13 für dessen Führung er bei den Manövern im Jahre 1802 von König-Friedrich-Wilhelm III. das Pour-le-Merite verliehen bekam.

Im Kriege von 1807 befehligte Massenbach die gesamte Kavallerie der Festung Danzig und erwarb sich einen Namen beim Einsatz derselben außerhalb der Festungsanlagen. Besonders berühmt wurde sein Gründonnerstagsritt des Jahres 1807. Nach dem Friedensschluss von Tilsit gehörte er der Scharnhorstschen Militärreorganisationskommission an. Im Jahre 1808 erfolgte seine Beförderung zum Brigadier der gesamten westpreussischen Kavallerie.

Im Jahre 1812 kommandierte er die preussische Kavallerie im Hilfskorps des Generals Yorck. So nahm er am Feldzug in Kurland teil. Die eigenmächtige Kapitulation Yorcks am 30.12.1812 brachte Massenbach in einen Gewissenskonflikt. Er stand mit seiner Einheit unter dem direkten Befehl des französischen Marschalls MacDonald in Tilsit. Die Entscheidung und Verantwortung gegenüber den preussischen König Friedrich-Wilhelm III. nahm General Yorck den zögernden Massenbach ab, indem er in zu sich beorderte. Geschickt manövrierte Massenbach seine 6 Bataillone, 10 Schwadronen und 2 Batterien aus dem Einflussbereich Marschall MacDonalds. Er führte in den frühen Morgenstunden des 31.12.1812 seine Truppen unbemerkt und unbehelligt von den Franzosen über die Memel auf russisches Gebiet.  Am 13.06.1813 quittierte Massenbach den aktiven Dienst.

Ende des Jahres 1813 stellte sich Massenbach als Gouverneur der Stadt Danzig wieder zur Verfügung. Nach zwei Jahren im Amt wurde er endgültig pensioniert und starb an völliger Entkräftung am 03.06.1819 auf seinem Gute Johrengen bei Bartenstein.