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André Masséna

* 06.05.1758 in Leven bei Nizza
04.04.1817in Paris

Der Sohn eines Weinhändlers wurde am 06.05.1758 als Sohn eines Weinhändlers geboren. Schon früh begleitete er einen Verwandten, Kapitän eines Handelsschiffes auf Seereisen.

Er trat 1772 in die französische Armee ein, nahm jedoch 1786 als Unteroffizier den Abschied un kehrte nach Nizza zurück. Im Jahre 1792 trat er in das Freiwilligenregiment Var ein und wurde bereits 1793 zum Brigadegeneral befördert. Masséna kämpfte im Süden Frankreichs gegen Italien und nahm an den Gefechten von Loama und Saorgia mit Auszeichnung teil. 1795 wurde er zum Divisionsgeneral befördert.

Unter Napoleon nahm er am weiteren Feldzug in Italien teil, errang am 14.01.1797 einen großen Sieg bei Rivoli. Nach einem Aufenthalt von 6 Monaten in Paris, wo er den Friedensvertrag ratifizierte, löste er Marschall Berthier als Oberkommandierenden des Vatikanstaates ab. Dieses Kommando lehnte er schnell ab, da er die Maßlosigkeit der Truppen nicht bremsen konnte. Sein nächstes Kommando führte in zur Schweizer Front. Dort errang er am 25.09.1799 einen großen Sieg über die verbündeten russisch-österreichischen Armee bei Zürich.

Nach der Machtübernahme Napoleons wurde er beauftragt, die Verteidigung Genuas zu übernehmen. Nach zähen Kämpfen gegen die Österreicher musste Genua jedoch im Juni 1800 vor den siegreichen Österreichern kapitulieren. Nach der Schlacht bei Marengo wurde Masséna Oberbefehlshaber der Italienarmee.

Nach der Thronbesteigung Napoleons und der Schaffung des Kaiserreiches gehörte Masséna mit zu den Generälen, die zu Marschällen von Frankreich befördert wurden. Im Jahre 1805 wurde ihm erneut der Oberbefehl über die Italienarmee übertragen. Er hielt sich im Gefecht von Caldiero am 30./31.10.1805 und besetzte nach dem Friedensschluss von Pressburg das Königreich Neapel. Nach der Schlacht von Eylau übernahm er den Oberbefehl über den rechten Flügel der Armee. Nach diesem Feldzug wurde ihm der Titel eines Herzogs von Rivoli verliehen. Durch eine Unvorsichtigkeit Marschall Berthiers verlor Masséna während der Friedensphase sein linkes Auge.

Masséna kämpfte im Feldzug von 1809 am rechten Donauufer und zeichnete sich bei den Gefechten von Landshut, Eggmühl, Ebersberg an der Traun aus. Am zweiten Tage der Schlacht von Aspern (22.05.1809) zeigte er große Kaltblütigkeit und Ausdauer beim Übergang der Armee über die Donau. Damit rettete die Armee und den Erfolg des Feldzuges. Nach dem Feldzug wurde er mit dem Titel eines Fürsten von Essling ausgezeichnet.

1810 wurde Masséna das Kommando über die Truppen in Portugal übertragen. Er eroberte Ciudad Rodrigo und Almeida und drang bis ins Innere Portugals vor. Erst vor den Linien Torres Verdas konnte sein Vormarsch gestoppt werden. Ihn zwang ein Mangel an Lebensmitteln, Waffen und Männern nach nur 5 Monaten zum Rückzug.  Zu Beginn des Jahres 1812 wurde er von seinem Posten in Portugal abberufen und erhielt auch im weiteren Verlauf des Krieges kein Kommando mehr.

Am 20.12.1814 ernannte ihn König Ludwig XVIII. zum Pair; während der Rückkehr Napoleons blieb Masséna in seiner Zurückgezogenheit. Erst als gegen Marschall Ney ein Prozess eingeleitet wurde, trat er in die Öffentlichkeit und erklärte die Inkompetenz des Kriegsgerichts. Er starb am 04.04.1817 in Paris und wurde auf den Friedhof Pére Lachaise begraben. Dort wurde ihm zum Andenken ein Obelisk aus weißem Marmor errichtet.