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Friedrich Wilhelm III. König von Preussen

* 03.08.1770 in Potsdam
07.06.1840 in Berlin

Friedrich Wilhelm III. von Preussen

Geboren wurde der Sohn Friedrich-Wilhelms II. und Friederike von Hessen-Darmstadt am 03.08.1770 in Potsdam. Die Jugend des späteren preußischen Königs ist durch seine Abneigung gegen die höfische Sittenlosigkeit geprägt. (Sein Vater hatte zahllose Affären und am Hof wimmelte es von Intrigen). Er galt als scheu, gehemmt und schüchtern. Dies drückte sich vor allem in seiner äußerst verknappten Sprache aus, die oft auf Prädikate oder Subjekte verzichtete.

Am Heiligen Abend 1793 heirate der Kronprinz Prinzessin Luise von Mecklenburg-Strelitz, die er erst im Laufe des Jahres kennen lernte. Es war eine echte Liebesheirat und keine - wie es oft vorkommt - Heirat aus dynastischen Gründen. Das junge Paar führt eigentlich eine bürgerliche Ehe und wohnen im Kronprinzenpalais in Berlin unter den Linden.

Nach dem Tod seines Vaters Friedrich-Wilhelm II. bestieg er den Thron. Er übernahm einen vollkommen heruntergewirtschafteten Staat. Um das Staatsdefizit aufzulösen, blieb das junge Königspaar z.B. weiterhin im Kronprinzenpalais wohnen. 

Durch sein Zaudern und Hadern ist Friedrich-Wilhelm III. sicherlich nicht schuldlos an der großen Niederlage von Jena und Auerstedt 1806. Auch ein Versuch Königin Luises, Napoleon zu besänftigen bleibt erfolglos. Es bringt ihr jedoch eine ungeheure Publizität im Preussen ein. Im Frieden zu Tilsit wird der preußische Monarch endgültig durch Ausschluss von den Verhandlungen gedemütigt. Preussen verliert alle Gebiete westlich der Elbe, sowie die Gebietsgewinne der 2. und 3. polnischen Teilung. Weiterhin wird Preussen im Jahre 1808 eine Kontributionsstrafe in Höhe von 140 Millionen Franc auferlegt.

Er duldet die Reformen des Freiherrn vom Stein, Hardenberg, Humbolds, Gneisenaus und Scharnhorst. Diese Reformen werden im Laufe der Zeit unterschiedlich konsequent umgesetzt.

Im Jahre 1813 erklärt er Frankreich den Krieg und die preußische Armee marschiert bis nach Paris im Jahre 1814.  Auf dem Wiener Kongress kann er einige Gebietsgewinne verbuchen. So bekommt Preussen fast alle verlorenen Gebiete von 1806 zurück und macht weitere Gebietsgewinne, wie zum Beispiel das Rheinland.

Friedrich-Wilhelm gründet während seiner Regierungszeit Universitäten in Breslau, Berlin und Bonn. Nach den Karlsbader Beschlüssen - die eine Überwachung und Ahndung freiheitlicher Gesinnung, Buch- und Pressezensur vorsehen - von 1819 lässt er jedoch besonders rigoros umsetzen. Männer wie Friedrich-Ludwig Jahn, Ernst Moritz Arndt und Schleiermacher werden verhaftet.

1824 geht er eine 2. Ehe mit Auguste Gräfin von Harrach ein. In seinen späteren Jahren kümmert er sich weniger um die große Politik. Er konzentriert sich vielmehr auf den Versuch, zwischen Lutheranern und Calvinisten eine Einheit herzustellen.