Eleonora Fonseca
* 13.01.1751 in Rom
† 20.08.1799 in Neapel
Geboren wurde Eleonora Anna Maria Felice de Pimentel am 13.01.1751 in Rom. Der Vater war Portugiese mit spanischen Wurzeln. Im Jahre 1760 zog Familie Pimentel von Rom nach Neapel. Auf Grund der privilegierten Stellung ihrer Eltern wurde ihr eine umfangreiche Bildung zuteil Sie sprach Griechisch und Latein, schrieb aber auch schon als Kind eigene Gedichte.
In den 1770er Jahren bewegte sich Eleonora Pimentel in den literarisch interlektuellen Zirkeln ihrer Heimatstadt Neapel. Ihre Schriften waren von illustrationistischen und masonischen Gedankengut geprägt. Sie korrespondierte mit u.a. mit Metastasio. Anfangs widmete sie der liberal eingestellten Monarchin Maria Carolina verherrlichende Gedichte.
Sie ging mit dem Marquis Fonseca eine Konventionsehe ein, die jedoch nach kurzer Zeit wieder geschieden wurde. Bei dem folgenden Scheidungsprozess versuchte ihr Ehemann die hochbegabte Eleonora als verrückt darzustellen.
Im Jahre 1798 wurde Eleonora Foncseca wegen jakobinischer Umtriebe verhaftet. Als durch den französischen Einmarsch im Königreich Neapel die Parthenopäische Republik proklamiert wurde, gelangte sie wieder in Freiheit. Sie wurde zu einer begeisterten Anhängerin des neuen Staates und gab die Zeitschrift „Il Monitore Napoletano“, das offiziellen Regierungsblatt, heraus.
Nach der Intervention des englischen Admirals konnte das nach Sizilien geflohene Königspaar auf den Thron zurückkehren. Fonseca wurde, wie die gesamte Führungselite der Pärthenopäischen Republik inhaftiert und zum Tode veruteilt. Sie soll das Schafott mit dem Virgil-Zitat „Eines Tages wird es Freude bereiten sich daran zu erinnern.“ betreten haben.
