Susanne von Bandemer
* 02.03.1751 in Berlin
† 30.12.1828 in Koblenz

- Susanne von Bandemer
Susanne von Bandemer erblickte am 02.03.1751 als Susanne von Franklin das Licht der Welt. Sie war eine Nichte von Benjamin Franklin, der zu den Gründungsvätern der Vereinigten Staaten von Amerika gehörte.
In erster Ehe war sie mit dem preussischen Major von Bandemer verheiratet, der einem pommerschen Adelsgeschlecht entstammte. Heiratete nach der Scheidung von ihrem ersten Manne einen Grafen von Bohlen. Nachdem auch diese Ehe geschieden wurde, ging sie zu ihrem ersten Mann zurück.
von Bandemer war mit den Dichtern Karl Wilhelm Ramler, Anna Luisa Karsch, Wieland und Herder befreundet. Sie schrieb vor allem Lyrik. Ihre Gedichte erschienen im »Berliner Musenalmanach« und Wielands »Neuem Teutschen Merkur«. Ein großer Teil ihrer Gedichte ist an ihren Freundeskreis gerichtet, zahlreiche weitere Gedichte widmete sie dem Mitgliedern des preussischen Königshauses oder Staatsmännern. So enthielt ihr Werk »Neue vermischte Gedichte« von 1802 eine Widmung für die preussische Königin Luise (1776-1810).
In Ihren Texten bezog sich Susanne von Bandemer oft auf antike Dichter, die zum Teil in Anmerkungen erschlossen wurden. Sie stand in dem Ruf, eine gelehrte Dichterin zu sein. Auch sind ihre Gedichtformen und und Reimschemata sehr vielseitig.
Sie erwieß sich aber auch in ihrem Gedicht »Der Richter« als scharfzüngige Kritikerin der Rechtsprechung. In einer weiteren anonymen Schrift griff sie Wilhelmine Enke, die langjährige Geliebte des preussischen Königs Friedrich Wilhelm II., auf sehr polemische Art an. Das Werk erschien unter dem Titel »Biographische Skizze der Madamme Ritz jetzigen Gräfin von Lichtenau«. Im gleichen Jahr erschien auch ihr Roman »Clara von Bourg, eine wahre Geschichte« das sie Sophie von La Roche widmete.
Susanne von Bandemer verstarb am 30.12.1828 in Koblenz.
