Carl August Abel
* 17.09.1788 in Wetzlar
† 03.09.1859 in München

- Carl August von Abel
Carl August Abel wurde als Sohn eines Kammergerichtsprokurators in Wetzler geboren und studierte zwischen 1806 - 1809 in Gießen und Wetzlar.
Nach Abschluß seines Studiums trat er als Stadt- und Polizei-Kommissar in Bamberg in den bayrischen Staatsdienst. 1819 wurde er Regierungsrat und 1827 erfolgte seine Ernennung zum Ministerialrat. Im Jahre 1832 - 1834 gehörte er dem Regentschaftsrat des Königreichs Griechenland an. 1837 wurde Abel zum Minister des Innern und des Kultes ernannt. Als Minister förderte er den Ultramontanismus.
Berühmt wurde Abel durch die Kniebeugungsordre vom 14.08.1838, wonach bei Militärgottesdiensten alle Teilnehmer, auch die evangelischen Offiziere und Mannschaften, zur Verehrung der Hostie bei der Konsekration und beim Segen niederknien sollten. Diese Verordnung führte zum so genannten Kniebeugungsstreit, der schließlich am 12.12.1845 mit der Aufhebung der Verordnung endete.
Im Jahre 1840 wurde ihm zusätzlich noch das Amt des Finanzministers übertragen und 1844 erhielt er in den Adelsstand erhoben.
Auf Grund des zunehmenden Drucks liberaler und protestantischer Kräfte musste er im Jahre 1846 das Kultus- und Unterrichtsverantwortung abgeben. Als er der Einflussnahme der spanischen Tänzerin und Geliebten Ludwig I., Lola Montez entgegenstellte, verlor er das Wohlwollen des Königs. Im Februar 1847 wurde Abel zusammen mit allen anderen Ministern entlassen, da sie sich weigerten die Indigenatsurkunde für Lola Montez zu unterschreiben. Nach seiner Entlassung war er bis 1850 noch bayrischer Gesandter in Turin. Ab 1850 lebte er zurückgezogen auf seinem Gut Stamsried in der Oberpfalz, blieb jedoch einflussreicher und geheimer Berater König Maximilian II.
