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Ludwig Aurbacher

* 26.08.1784 in Tücking / Grafschaft Schwabeck
† 25.05.1847 in München

Ludwig Aurbach (1784-1847) war Schriftsteller und Professor für Stil und Ästetik.
Ludwig Aurbach

Geboren wurde Ludwig Aurbacher am 26.08.1784 als Sohn eines Nagelschmieds im schwäbischen Türkheim. Nach dem Besuch der Schule in Landsberg am Lech beabsichtigte der junge Aurbacher zunächst eine geistliche Karriere einzuschlagen.

Ab 1793 war er Chorknabe in Dießen am Ammersee. Für kurze Zeit war er in das Benedektinerkloster München eingeschrieben, ehe er von 1796 bis zu seimem Gymnasialabschluß 1801 seine Schulausbildung im Kloster Ottobeuren fortsetzte.

Nach dem erfolgreichen Schulbesuch trat Aurbacher 1801 als Novize in das Kloster Ottobeuren ein. Nach der Säkularisation des Klosters trat der Novize in das vorderösterreichische Kloster Wiblingen ein. Doch schon 1804 verließ er zum einen aus gesundheitlichen Gründen aber anderseits auch, weil er an seiner religiösen Bestimmung zweifelte, das Kloster und trat eine Stelle als Hofmeister beim Stiftskanzler Weckbecker in Ottobeuren an, die er von 1804 bis 1809 innehatte.

Ab 1809 unterrichtete Aurbach als Professor für Stil und Ästhetik am Kadettenkorps in München. Diese Stelle behielt er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1834 bei.

Bereits in seiner Ottobeurer Anstellung hatte Ludwig Aurbacher genügend Zeit und Muße um seine Kenntnisse in deutscher und französischer Literatur zu vertiefen. Als Professor am Münchener Kadettenkorps veröffentlichte er zahlreiche Schriften, die für Lehrkräfte bestimmt waren, heraus. Zu den bedeutensten Titeln, welche auch über seinen Tod hinaus Bedeutung hatten, gehören z.B. die Abhandlung „Ueber die Methode des rhetorischen Unterrichtes“ oder „Andeutungen zu einem neuen und einfachen Entwurf der Psychologie“.

Er war auch Herausgeber des 2bändigen „Lehrbuchs des deutschen Stils“. Anonym veröffentlichte er das „Handbuch zur intellectuellen und moralischen Bildung für angehende Officiere“.

Aurbacher ist heute jedoch noch als schwäbischer Volksdichter bekannt und zu seinen berühmtesten Märchensammlungen gehören das „Büchlein für die Jugend“ und sein „Volksbüchlein“ Um als Volksdichter Erfolg zu haben verbindet er Ernst und muntere Laune. Trotzdem er den Weg des Gelehrten einschlug bewahrte er sich die Einfachheit und Klarheit des kleinen Mannes.

Nach seiner Pensionierung aus gesundheitlichen Gründen arbeitete Aurbacher noch an einem schwäbischen Idiomlexikon, das er jedoch nicht vollenden konnte. Das Werk wurde durch die Erben in die Hände von Adelbert von Keller gelegt.

Hete noch erinneren in seinem Geburtsort eine Schule und eine Straße an den Dichter. Im Sieben-Schwabenmuseum wurde ein Raum zur Erinnerung an den bayrischen Märchendichter eingerichtet.