EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Johan Carl Wilcke

* 06.09.1732 in Wismar
† 18.04.1769 in Stockholm

Johan Carl Wilcke wurde am 06.09.1732 als Sohn eines Pastors in Wismr geboren. Im Jahre 1739 wechselte sein Vater zur deutschen Gemeinde nach Stockholm. Johan Carl Wilcke besuchte in der schwedischen Hauptstadt die deutsche Schule.

Während seines Theologiestudiums an der Universität Rostock, der Vater plante für den Sohn ebenfalls die Laufbahn eines Theologen, lernte er Franz Maria Aepinus (1724-1802) kennen, der seine Leidenschft für die Naturwissenschaften weckte.

Wilcke folgte im Jahre 1755 seinem Studienfreund Aepinus nach Berlin wo dieser in der preußischen Hauptstadt eine Stelle als Astronom antrat. Beide Männer forschten gemeinsam über Elektrizität und Magnetismus. In jener Zeit waren sie Schüler des großen Mathematikers Leonhard Euler (1707-1783), der zwischen 1741 und 1766 an der Königlichen Akademie der Wissenschaften wirkte. Im Jahre 1757 trennte sich der Weg der Freunde. Aepinus nahm eine Anstellung in St. Petersburg an und Wilcke ging an die Universität Stockholm als Dozent.

Der Naturwissenschaftler Johan Carl Wilcke übersetzte in jener Zeit »Briefe von der Elektrizität« aus der Feder Benjamin Franklins aus dem Englischen ins Deutsche.

Im Jahre 1770 wurde die Stelle des Dozenten in eine Professur umgewandelt. Trotzdem war die finanzielle Vergütung eher mäßig sodaß er erst im Jahre 1777 an die Gründung einer eigenen Familie denken konnte. Die wirtschaftliche Situation von Professor Wilcke änderte sich erst als er im Jahre 1784 die Stelle eines Sekretärs der Schwedischen Akademie der Wissenschaften angenommen hatte.

Er forschte insbesondere auf dem Gebiet der Luftkondensatoren und dem Eletrophor. Mit seinem Elektrophor lieferte er die Grundlagen für die weiteren Arbeiten Alessandro Voltas an diesem Geräten. In der Wärmelehre interessierte er sich vorwiegend für latente und spezifische Wärme. er machte die Entdeckung der dielektrischen Polarisation 6 Jahrzehnte vor Faraday (1791-1867). Im Jahre 1766 gelang es ihm auch durch eine Kondensatorenentladung Flintkugeln miteinander zu verschweißen. Weitere Forschungen führte er in Zusammenhang mit dem Erdmagnetfeld durch und beobachtete zahlreiche Wetterphänomene wie Gewitter und Tornados aber auch Zyklonen weckten sein Interesse.

Johan Carl Wilcke starb am 18.04.1796 in Stockholm.

Letzte Änderung der Seite: 17. 09. 2017 - 01:09