EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Ludwig Dornblüth

* 14.04.1784 in Ludwigslust
† 13.03.1857 in Plau am See

Ludwig Domblüth, mit vollem Namen Johann Albrecht Daniel Ludwig Domblüth wurde am 14.04.1784 in Ludwigslust in Mecklenburg geboren. Er promovierte im Jahre 1813 an der Universität Rostock im Fach Medizin.

Dornblüth ging als praktischer Arzt und berufener Domanialamtsarzt nach Plau, einer kleinen Landstadt in Mecklenburgischen Wendischen Kreis. Im Jahre 1825 eröffnete der Mediziner in Plau ein ambulantes Institut für Augenerkrankungen. Bereits im folgenden Jahr behandelte er auch chirurgische Fälle. Bis Mitte 1827 behandelte er so 187 Augenerkrankungen und 60 chirurgische Patienten. Von diesen 247 Patienten waren 90 Patienten nicht in der Lage, die Behandlungskosten aufzubringen sodass er diese unentgeltlich behandelte. Für seine Verdienste durfte Dornblüth sich ab dem 10.02.1827 mit den Titel eines Geheimen Hofrats schmücken.

Neben seiner praktischen Tätigkeit als Mediziner verfasste er auch zahlreiche Abhandlungen über medizinische Termine. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die Behandlung von Knochenbrüchen und Deformitäten. Bei der Deformität handelte es sich um eine größere körperliche Abweichung bzw. eines Körperteils vom üblichen Erscheinungsbild. Er schrieb auch Aufsätze für Christoph Wilhelm Hufelands »Journal der practischen Heilkunde«.

Domblüth gehörte auch als korrespondierendes Mitglied der Medizinisch-Chirurgischen Gesellschaft zu Berlin an. Er war auch Ehrenmitglied des Apothekervereins Norddeutschland sowie wirkliches Mitglied der Medizinischen Gesellschaft Leipzig und auswärtiges Mitglied der Königlichen Societas Media in Kopenhagen. Zahlreiche weitere medizinischen Vereinigungen gehörte er an.

Im Jahre 1814 ging der Mediziner in Rostock die Ehe mit Friedrike Wilhelmine Kock, der Tochter des Rostocker Superintendenten an der Rostocker Marienkirche, ein.

Sein Sohn Friedrich Dornblüth (1825-1902) und sein Enkel Otto Dörnbluth (1860-1922) folgten seinem Vorbild und wurden Ärzte. Sein Schwiegersohn Ferdinand Goetz (1826-1915), der eine herausragende Persönlichkeit der Turnerbewegung war, arbeitete als Mediziner. 

Werke:

  • Bemerkungen über die gebräuchliche Behandlungsart der Unterschenkel, 1827
  • Ueber den mechanischen Wiederersatz der verlorenen unteren Gliedmassen durch eigene Apparate., 1831
  • Der Pferdefuss, die verschiedenen Krümmungen des Kniegelenks und der Röhrenknochen, die Anziehung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel und deren sichere Heilung durch eine neue mechanische Vorrichtung. Mit gefalt. lithogr. Tafel., 1831.
  • Wiederersatzaoparate für verlorne Gliedmassen. Mitgetheilt vom Hofr. Dr. Dornblüth zu Plau in Meklenburg. A.: Künstliche Füsse. B.: Ueber künstliche Arme, 1844.

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