EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Auguste Marie Henri Picot Conte de Dampierre

* 19.08.1757 in Paris
† 09.05.1793 in Valenciennes

Auguste Marie Henri Picot Conte de Dampierre (1757-1793) war ein französischer General, der während der Revolutionskriege bei der Entsetzung der Stadt Conde-sur-l'Escaut durch eine Kanonenkugel tödlich verwundet wurde.
Auguste Marie Henri Picot Conte de Dampierre (1757-1793)

Geboren wurde Auguste Marie Henri Picot Dampierre am 19.08.1756 in der französischen Hauptstadt Paris. Er war der Sohn von Pierre Marquis de Dampierre.

Er trat am 17.05.1772 in das Garderegiment ein und wurde schnell befördert. Als Leutnant der Königlichen Garde besuchte der junge Offizier Berlin und war von den dortigen Militäreinrichtungen begeistert. Im Jahre 1789 wurde er zum Präsidenten des Départements Aube.

Im Jahre 1791 ging er als Adjutant Rochambeaus wieder seinem militärischen Dienst nach. Wenig später, es war der 25.07.1791, erfolgte seine Kommandierung im Range eines Obersten an die Spitze des 5. Dragoner Regiments.

Noch vor der Kanonade von Valny am 20.09.1792 erfolgte bereits seine nächste Beförderung zum Divisionsgeneral. Während der Schlacht bei Jemappes am 09.11.1792 trug der junge Offizier durch seinen persönlichen energischen Einsatz deutlich zum Sieg der französischen Truppen über das alliierte Heer bei.

Die Schlacht von Aachen war die zweite von zwei Schlachten die die französischen Verteidigungslinien im Süden Belgiens zwang ihre Verteidigungslinien aufzugeben. Während Maastricht belagerr wurde marschierte Dumouriez in den Österreichischen Niederlanden vor. Hier nahm auch General Dampierre an der erfolglosen Schlacht teil und dem folgenden Rückzug.

Während der Schlacht von Neerwinden am 18.03.1793 wurden seine Truppen durch die Niederlage auf der linken Flanke mitgerissen und mussten vor den Österreichern zurückweichen.

Nachdem General Dumouriez mit seinem Bemühungen, die Armée du Nord gegen die revolutionäre Hauptstadt Paris marschieren zu lassen, sammelte sich die revolutionäre Armee unter General Dampierre und dieser übernahm den Oberbefehl über die Nordarmee. sich zu den Österreichern absetzte übernahm Dampierre das Kommando über die Armee. General Dumouriez ging ins österreichische Exil und hinterließ seinem Nachfolger eine katastrophale militärische Situation.

Ende April mussten sich die revolutionären französischen Armeen wieder hinter die Grenzen Frankreichs zurückziehen. Die Stadt Conde-sur-l'Escaut war belagert und dies bedeutete zugleich eine gefährliche militärische Situation für Valenciennes. Die Regierung in Paris forderte den Oberbefehlshaber auf, einen Versuch zum Entsatz der Stadt Conde-sur-l'Escaut zu unternehmen.

Der erste Versuch zum Entsatz der Stadt scheiterte am 01.05.1793 war eine schlecht durchdachter Angriff entlang der gesamten feindlichen Linien. Der zweite Angriff 8 Tage später war wesentlich durchdachter und der General konnte einen Keil zwischen die Österreicher und ihren Verbündeten treiben. Die Attacke wäre fast ein Erfolg gewesen, doch das Eintreffen der Coldstream Guards stoppte den französischen Vormarsch.

Am 08.05.1793 trat Divisionsgeneral Dampierre mit seinen Truppen zum Entsatz der Stadt Condé-sur-l'Escaut an. Die Österreichischen Truppen waren jedoch zahlenmäßig überlegen. Und am Abend dieses Tages wurde der General durch eine Kanonenkugel bei Raismes schwer verwundet. Die Kugel riss ihm den rechten Schenkel weg. Am folgenden Tage starb Divisionsgeneral Dampierre an den Folgen der schweren Verwundung. Ihm folgte auf der Position des Befehlshabers der im Jahre 1792 in Süddeutschland erfolgreiche Divisionsgeneral Adam Philippe de Custine.

Der Revolutionsgeneral galt als einer der fähigsten militärischen Führer und sein früher Tod verhinderte wohl eine bedeutendere Rolle seiner Person in den Revolutionskriegen. Heute noch erinnert ein Eintrag auf dem von Napoléon errichteten Arc de Triumph an den gefallenen Revolutionsgeneral.

Letzte Änderung der Seite: 15. 08. 2017 - 22:08