EPOCHE NAPOLEON


von der Bastille bis Waterloo

Elisa von Ahlefeldt

* 17.11.1788 in Schloss Trankjör/Langeland
† 20.03.1855 in Berlin

Elisa von Ahlefeldt (1788-1855) war eine deutsche Schriftstellerin. Während der Befreiungskriege zog sie mit ihrem Mann und dessen Lützowschen Freischar gegen Napoleon ins Feld. Später war sie die Lebensgefährtin des Schriftstellers Carl von Immermann.
Elisa von Ahlefeld

Elisa von Ahlefeldt wurde am 17.11.1788 auf Schloss Trankjör auf der dänischen Insel Langeland geboren. Ihr Vater war Friedrich Graf von Ahlefeldt-Laurvige. In ihrer Kindheit genoss Elisa eine gute Erziehung, jedoch war die Kindheit und Jugend durch häusliche Zerwürfnisse der Eltern überschattet. Häufige Ursache dieser Auseinandersetzungen war die Verschwendungssucht ihres Vaters.

Anlässlich einer Badereise reiste sie zusammen mit ihrer Mutter nach Bad Nenndorf. Dort lernte sie den preußischen Offizier Adolph von Lützow kennen, der seine Kriegsverletzungen kurierte. Graf Ahlefeldt-Laurvige stand der Verbindung zunächst ablehnend gegenüber, sodass das Paar erst am 20.03.1810 heiraten konnte. Die Ehe des Paares war anfangs glücklich, beide verband eine gemeinsame Tätigkeit im Freiheitskampfe Preußens.

Als Adolph von Lützow im Frühjahr 1813 sein Freikorps aufstellte nahm Elisa tätigen Anteil. Sie wirkte begeistert für die Werbung und Ausrüstung des Korps. In Breslau nahm sie die Freiwilligenmeldungen an und während des Feldzuges widmete sie sich aufopfernd um die Verwundeten. Insbesondere kümmerte sie sich auch um ihren Ehemann, der öfters verwundet wurde.

So gehörten, Theodor Körner, Friedrich Friesen und Major Petersdorff zu ihren engsten Freunden. Sie wirkte im Jahre 1843, 29 Jahre nach dem Tode Friesens, mit an seiner Beisetzung auf dem Berliner Invalidenfriedhof. Nach dem Friedensschluss im Jahre 1815 folgte sie zunächst ihrem Gatten Adolph von Lützow nach Berlin, Königsberg und ab 1817 nach Münster in die Garnison.

Im Münster lernte Elisa von Ahlefeldt den jungen Carl Leberecht von Immermann (1796-1840) kennen. Über eine gemeinsame Liebe zur Literatur und künstlerische Neigungen entwickelte sich zwischen beiden eine enge Liebesbeziehung, die bis kurz vor Immermanns Tode andauerte.

Als sich Immermann im Jahre 1824 nach Magdeburg versetzen ließ, entschied sich Elisa von Lützow ihren inzwischen zum General beförderten Gatten Adolph zu verlassen. Die Ehe wurde im Jahre 1825 geschieden und Elisa übersiedelte nach Dresden. Sie folgte Immermann nach Magdeburg, weigerte sich jedoch ihn zu heiraten und später nach Düsseldorf. Sie führten in einem Landhaus in Derrendorf einen gemeinsamen Haushalt.

Im Jahre 1831 legte sie den Namen von Lützow ab und führte nur noch ihren Geburtsnamen. Elisa von Ahlefeldt unterstützte das schriftstellerische Wirken Carl von Immermann, so wirkte sie auf seine dichterische Tätigkeit sehr förderlich. Noch in Münster begannen sie gemeinsam an einer Übersetzung von Walter Scotts »Ivanhoe«.

Carl von Immermann verlobte sich 1838 mit Marianne Niemeyer.Daraufhin verließ Elisa Düsseldorf und trennte sich endgültig im August 1839 von ihm. Anfang 1840 zog sie sich nach Berlin zurück, wo sie sich ihrem alten und neuen Freundeskreis widmete. Sie blieb auch nach Immermanns Tod mit seiner Frau und Tochter freundschaftlich verbunden.

Nach längeren Leiden starb Elisa von Ahlefeldt am 20.03.1855 im 67.Lebensjahre in der preußischen Hauptstadt Berlin.

Werke:

  • Ivanhoe. Eine Geschichte vom Verfasser des Waverley [Walter Scott].Nach der neuesten Orig.Ausg.[aus dem Engl.] übers.Mit einem Vorwort von Karl Immermann., 1826

Letzte Änderung der Seite: 30. 07. 2017 - 12:07