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Sigrid Damm: Friedrich Schiller - Eine Wanderung

von Michael Gnessner

Preis 24,90 €
Autor Sigrid Damm
Titel Friedrich Schiller - Eine Wanderung
Verlag Insel-Verlag
Einband Gebunden
Seitenzahl 512
Gewicht (g) 512
Maße (cm) 21,6 x 14,6 x 4,4
Jahr 2004
ISBN10 3-458-17220-3
ISBN13 978-3-458-17220-8
Sigrid Damm:_Das Leben des Friedrich Schillers

 

Sigrid Damm brauchte gut ein halbes Jahr, bis sie sich entschloss, dem Angebot ihres Verlages nachzukommen, eine Biographie über Friedrich Schiller zu schreiben. Die Klassik ist Sigrid Damm nicht fremd gewesen, hat sie doch vor vielen Jahren schon eine Doppelbiographie über Goethe und Christiane Vulpius verfasst.

Dieses lange Hadern mit sich und der Schiller-Biographie lag in ihrem etwas distanzierten Verhältnis zu Friedrich Schiller. Sie begegnete während ihres bisherigen Lebens doch mehrmals dem Namen Schiller.

Sie lernte mit Hilfe ihrer großen Schwester Schillers "Die Bürgschaft", noch ehe sie eingeschult wurde. In Jena studierte sie an der Friedrich-Schiller-Universität von 1959 - 1965 Germanistik und Geschichte.

Doch während einer Leserreise für ihr Buch Wanderungen durch Lappland, besuchte sie viele Orte, an der Schiller wirkte. Auch durch das Studium der Schillerschen Texte knüpfte die Autorin näheren Kontakt zu Friedrich Schiller und schließlich entschloss sie sich, die Schiller-Biographie zu schreiben, und sich vordergründig den Menschen Friedrich Schillers zu erwandern.

Damm bringt uns Schiller nahe, sie fungiert eigentlich nur als gefühlvolle und empfindsame Beobachterin, die über das Leben und vor allem den Menschen Friedrich Schiller erzählt. Von der Geburt über die Zeit in der Karlsschule und seiner Flucht nach Mannheim, die lebenslange Freundschaft zu Christian Körner bis hin zu seiner Zeit in Jena und Weimer berichtet sie fast chronologisch über den Stubenhocker Schiller, der seine Welt in Gedanken erschuf. Ihr gelingt es uns den Nationaldichter der Deutschen ebenso sympathisch nahe zu bringen, wie vorher seine Freunde Goethe und Christiane Vulpius.

Der Text war sehr flüssig und unterhaltsam geschrieben, das ich gerne die Zeit vergaß und mich nur schwer aus meiner Beobachterposition im Leben Friedrich Schillers trennen wollte. Das Ziel, der viel zu frühe Tod Schillers, beendete eine ausführliche Wanderung durch die Höhen und vor allem Tiefen dessen Seele.