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Katharina von Württemberg

* 10.05.1788 n Zarskoje Selo
† 09.01.1819 in Stuttgart

Katharina von Württemberg (1788-181) wurde als Großfürstin Katharina Pawlowna geboren.
Katharina von Württemberg (1788-1819)

Die Großfürstin Katharina wurde als Tochter des russischen Zarewitsch Paul  (1754-1801) und seiner Gattin Maria Feodorowna, einer geborenen Sophie Dorothea Augusta Herzogin von Württemberg (1759-1828) geboren. Nach dem Tod ihres Vaters Paul I. bestieg ihr ältester Bruder Alexander I. den russischen Zarenthron am 12.03.1801.

Im Jahre 1808/09 bemühte sich Kaiser Napoleon I. um die Hand der Großfürstin. Zar Alexander I. steht der Anfrage des französischen Kaisers zunächst nicht ablehnend gegenüber. Erst als seine Mutter Maria Feodorwna sich gegen die Heiratspläne stellt, lehnt auch Alexander ab. Die junge Prinzessin selbst ist auch nicht an einer Heirat interessiert. Sie würde „lieber einen Ofenheizer aus Zarskoje“ ehelichen, als Bonaparte.

Bei der Suche nach einem passenden Heiratskandidaten war für die Großfürsten Katharina wurden zunächst auch Wilhelm von Württemberg (1781-1864)  und Ludwig von Bayern (1786-1868) ins Auge gefasst worden. Doch die russische Prinzessin lehnte beide ab. Überraschend konnte 1809 dann zunächst die Verlobung und kurze Zeit später die Hochzeit mit ihrem Vetter Peter Friedrich Georg von Oldenburg (1784-1812) bekanntgegeben werden. Ihr Mann, der zu dieser Zeit in Russland weilte, wird zum Gouverneur der russischen Provinz Twer ernannt. Die junge Ehefrau nimmt regen Anteil an den Geschäften ihres Gatten. Sie versuchte auch seit dem Machtantritt ihres Bruders Alexander I. Einfluss auf dessen Politik zu nehmen, so schmiedete sie Komplotte und arbeitete gegen persönliche Feinde, wie dem Reformator Michail Speranskij.

In dieser Zeit sorgt sie sich bereits um die Armen. Sie setzt sich für den Bau von Schulen und Krankenhäusern ein. Mit ihm hatte sie 2 Kinder, Friedrich Paul Alexander (1810-1829) und Konstantin Friedrich Peter (1812-1881).

Während des napoleonischen Russlandfeldzuges schuf sich die Großfürstin eine eigene Armee, die zwischen Moskau, dem Sitz der Aristokratie, und Sankt Petersburg, dem politischen Zentrum mit Zar Alexaner, aufgestellt wurde. Die Großfürstin war eine russische Patriotin, die die Politik des Bruders kritisierte, wenn sie es für richtig hielt. Sie war aber grundsätzlich konservativ und stützte sich auf den Moskauer Adel. Einen Umsturz gegen ihren Bruder kam für sie jedoch nicht in Frage.

Nach dem Tode ihres ersten Mannes, der am 27.12.1812 an Typhus stirbt, ist sie entschlossen erneut zu heiraten. Sie bereiste in der Folgezeit die europäischen Höfe. So hält sie sich zunächst in England auf. In Österreich verliebt sie sich in Erzherzog Carl, doch die Mutter ist auch gegen diese Verbindung, da der Erzherzog Katholik ist. Nun kam erneut Wilhelm I. von Württemberg ins Gespräch.

Zunächst hatte der Thronfolger auf dem Württembergischen Thron sich von der Eheschließung politische Gründe angeführt, während Katharina sich wohl wirklich in ihm verliebte. Sie heirateten am 24.01.1816 in Sankt Petersburg. Auch aus dieser Ehe stammen zwei Kinder: Maire-Friederike Charlotte (1816-1887) und Sophia Friederike Mathilde (1818-1877), die später Königin der Niederlande werden sollte.

Als württembergische Königin war Katharina bei ihren Landeskindern gerade durch ihr soziales Engagement sehr beliebt. So geht z.B. die Gründung des Katherinenstiftes in Stuttgart auf die Monarchin zurück. Auch setzte sie sich für die Gründung von Hospitälern und Kinderstiften ein. Die erste württembergische Sparkasse ist auch zum großem Teil dem Engagement von Katharina zu verdanken. Sie wirkte oft nachhaltig für das Wohl des Königreichs, in der kurzen Zeit, die ihr an der Seite Wilhelm I. von Württemberg vergönnt waren. Dabei brachte sie nicht nur persönliches Engagement sondern oft auch Teile ihres eigenen Vermögens ein.

Die württembergische Königin stirbt am 09.01.1819 überraschend an den Folgen einer an sich harmlosen Erkältung. Der König fiel nach dem Tode seiner Gattin in tiefe Trauer und erbaute ihr 1824 auf dem alten Stammsitz der Württemberger, auf dem Rotenberg, ein Mausoleum.