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Charlotte von Ahlefeld

* 06.12.1781 in Stedten bei Erfurt
† 27.07.1849 in Teplitz

Charlotte von Ahlefeld
Charlotte von Ahlefeld

Charlotte Sophie Louise Wilhelmine von Ahlefeld wurde als Tochter des Obersten und Regimentskommandeurs in hannoveranischen Diensten Alexander Christoph August von Seebach und seiner Gattin Albertine Wilhelmine von Ingersleben in Stedten bei Erfurt geboren. Ihre Erziehung übernahmen Hauslehrer und Gouvernanten. 

Bereits im Jahre 1797 konnte die junge Dichterin mit ihrem Erstlingsroman Liebe und Trennung oder merkwürdige Geschichte der unglücklichen Liebe zweyer fürstlicher Personen jetziger Zeit debütieren. Ihr Erstlingswerk erschien unter dem Pseudonym Elisa Selbig.

Im Jahre 1798 heiratete Charlotte von Seebach, nach einer sehr kurzen Verlobungszeit, den wohlhabenden Gutsbesitzer Rudolf von Ahlefeld. Mit Rudolf von Ahlefeld hatte sie 2 Kinder (Fritz und Erich). Sie lebte zusammen mit ihrer Familie auf dem Gut Saxdorf bei Rieseby nahe Eckernförde. Im Jahr nach ihrer Hochzeit erschien bereits ihr zweiter Roman Maria Müller. Dieser Roman war ein Publikumserfolg, gerade bei ihrer überwiegend weiblichen Anhängerschaft. Diese waren auch von ihrer übrigen Arbeit - insgesamt rund 50 Romane - wurden ebenso begeistert aufgenommen.

Da sich erst nach der Hochzeit das wahre Gesicht ihres Ehemannes zeigte, war es eine unglückliche Beziehung. Sie flüchtete sich in eine Beziehung mit dem Bildhauer Christian Friedrich Tieck, dem Bruder des Schriftstellers Ludwig Tieck, ließ sie sich von ihrem Mann scheiden und siedelte nach Schleswig über, wo sie weiterhin als freie Schriftstellerin tätig war.

Im Herbst 1821 siedelte Charlotte von Ahlefeld von Schleswig nach Weimar über, wo sie die Nähe von Johann Wolfgang von Goethe suchte aber auch in der Nähe ihrer Freundin Charlotte von Stein sein konnte. Ihren letzten Roman veröffentlichte Ahlefeld unter dem Titel Der Stab der Pflicht. Sie lebte bis zu ihrem Tode sehr zurückgezogen, hatte aber immer noch brieflichen Kontakt mit ihren Verlegern und Freunden. Im Jahre 1846 siedelte sie - auf Grund ihrer angegriffenen Gesundheit - nach Teplitz über, wo sie am 27.07.1849 verstarb.

Sie verwendete in der Zukunft weitere Werke unter den Namen C. Elisa Selbig, C. Elisabeth Selbig, Natalie und Ernestine aber manchmal auch komplett anonym.

Werksübersicht

  • Liebe und Trennung, oder merkwürdige Geschichte der unglücklichen Liebe zweyer fürstlicher Personen jetziger Zeit, 1797
  • Marie Müller, 1798 (Anonym)
  • Einfache Darstellungen aus dem menschlichen Leben, 1799
  • Louise und Meiland, 1803
  • Therese, 1805
  • Melanie, das Findelkind, 1805
  • Die Kokette, 1810
  • Briefe auf einer Reise durch Deutschland und die Schweiz, 1818
  • Myrthe und Schwert, 1819
  • Erna. Kein Roman, 1820
  • Der Mohrenknabe, 1821
  • Gesammelte Erzählungen, 1822 (u.a. »Selbstverleugnung«)
  • Der Bote aus Jerusalem, 1823
  • Felicitas, 1825
  • Clara, 1825
  • Römhild-Stift, 1827
  • Die Frau von 40 Jahren, 1829
  • Der Stab der Pflicht, 1832